Fütterung bei Arthrose

„Arthrose“- diesen Begriff kennt sicher mittlerweile jeder Hundehalter. Er ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die degenerative und schmerzhafte Veränderungen der Gelenke mit sich bringen und beschreibt einen chronischer Prozess. Ist dieser Prozess erst einmal in Gang, wird er von selbst nicht mehr aufhören. Der Knorpel im Gelenk wird stetig rauer und nutzt sich immer mehr ab. Dadurch gleiten die Knochen nicht mehr reibungslos übereinander- Das Gelenk wir immer steifer und es kommt zu Lahmheiten und Bewegungsschmerzen.

Arthritische Veränderungen gehören zu den wohl am häufigsten auftretenden Erkrankungen unserer Hunde. Die Ursachen sind vielfältig: neben der genetischen Disposition bestimmter Rassen sind vor allem Übergewicht, falsche Fütterung, falsche oder übermäßige Gelenkabnutzung sowie bereits bestehende Knochenerkrankungen oder Skelettverletzungen auslösend.

Der Krankheitsprozess ist schleichend, sodass die Symptome häufig erst dann auftreten, wenn der Gelenkknorpel bereits stark geschädigt ist. Zu dem Symptomen zählen: Probleme beim Aufstehen, Lahmheit sowie allgemeine Bewegungsunlust.

 

Arthrose ist nicht heilbar. Umso wichtiger ist daher eine entsprechende Behandlung, um den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen und dem Hund Erleichterung zu verschaffen. Die Gabe von schmer- und entzündungshemmenden Mitteln ist besonders im fortgeschrittenen Stadium meist unvermeidbar. Bei längerer Gabe dieser sollten jedoch regelmäßig die Nieren- und Leberfunktionen überprüft werden.

 

Jedoch lässt sich auch über eine Anpassung und Optimierung der Fütterung oftmals eine Symptomminderung erreichen. Das Futter sollte frei von entzündungsfördernden Stoffen ( Zucker, Konservierungsstoffe, etc) sein und vor allem auf möglichst schonend verarbeitet sein. Es empfiehlt sich, entzündungshemmende Nahrungsmittel in die Futterrationen aufzunehmen. Dazu zählen zum Beispiel Ingwer, Kurkuma, Omega-3- Fettsäuren, aber auch Vitamin C.

 

Ist Übergewicht der Auslöser, ist natürlich eine Reduktionsdiät unvermeidbar.

 

Zur Vorbeugung oder Behandlung von Gelenkserkrankungen ist es immer angeraten, Nahrungsergänzungsmittel in die Fütterung aufzunehmen, welche knorpelaufbauende Substanzen enthalten (Glukosaminglykane oder Chondroitinsulfate). Mittel der Wahl ist hierbei die Grünlippmuschel. Empfehlenswert ist außerdem die Kombination mit Omega-3- Fetten (z.B. Fischöl). Aber: Die Nahrungsergänzungsmittel unterscheiden sich natürlich qualitativ erheblich, sodass man genau schauen muss, welches man zufüttert.

 

Auch mit der Gabe von CBD- Öl konnten viele Hundebesitzer schon Erfolge verbuchen.

Der wichtigste Aspekt bleibt aber, auf eine schlanke Hundefigur sowie auf ein angepasstes Bewegungsmaß zu achten. Über die Wirksamkeit der Nahrungsergänzungsmittel gibt es verschiedene Studienergebnisse- eine Erfolgsgarantie kann daher niemand geben. Jedoch kann eine optimierte Fütterung durchaus zu einer Steigerung des Wohlbefindens und oftmals auch zu einer Besserung der Symptome beitragen.

 

 

Text: Janine Krause- Hundeernährungsberaterin